Etikettenschwindel
Wenn Käse aus Kuhmilch als

Schafskäse verkauft wird, dann ist der Fall klar. Das ist Verbrauchertäuschung und gesetzwidrig. Auch das Vanilleeis muss natürliche Vanille enthalten und nicht nur Aromen aus dem Labor. Dagegen darf Geflügelleberwurst auch Schweinefleisch enthalten. Direktsaft kommt nicht direkt aus der Frucht in die Flasche. Und regionale Herkunftszeichen sind keine Garantie dafür, dass die Rohstoffe auch tatsächlich aus der genannten Region stammen. Das Etikett auf dem Lebensmittel verwirrt häufig mehr, als dass es informiert. Manche Produkte wecken Erwartungen, die der Inhalt nicht erfüllt.
Wir beobachten für Sie den Markt und informieren Sie aktuell darüber, was wir an Gesetzesverstößen entdeckt haben, wo die Anbieter versuchen, Sie ganz legal hinters Licht zu führen und wo Sie mit Fallen rechnen müssen.
Schreiben Sie uns, wenn Sie einem Etikettenschwindel auf die Spur gekommen sind.
Fertiggerichte für die Mikrowelle enthalten immer noch zu viel Salz: Das hat die Verbraucherzentrale NRW erneut in einer Stichprobe festgestellt. Im Schnitt liefert eine Portion mit mehr als vier Gramm bereits zwei Drittel der täglich empfohlenen Salzmenge (sechs Gramm) für Erwachsene.
Wer Lebensmittel im Supermarkt vergleicht, reibt sich gelegentlich verwirrt die Augen: Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW in insgesamt 23 Super- und Biomärkten sowie Discountern brachte zutage, dass identische Produkte in jedem fünften Lebensmittelgeschäft unterschiedlich ausgezeichnet werden.
Wer in der Gaststätte Mineralwasser bestellt, kann nicht immer sicher sein, dass er auch welches bekommt - zum Beispiel, wenn der Kellner nur ein Glas Tafelwasser bringt. Und auch mit den Füllmengen nehmen es Wirte nicht immer ganz genau.
Smoothies gelten als gesunde Fruchtbombe im Gläschen. Doch häufig steckt in den teuren Pürees mehr Saft oder sogar Saftkonzentrat als reine Frucht. Außerdem fiel bei einer Stichprobe auf: Obwohl etwa als Brombeer- oder Mangodrink beworben, bestehen Smoothies häufig vor allem aus Apfelsaft.
Ob schadstoffbelastete Paprika aus Spanien oder weit gereiste Kiwis aus Neuseeland – Verbraucher, die solche Produkte von vorneherein meiden wollen, haben häufig das Nachsehen.
Ob Leberkäse, Gulasch oder Geschnetzeltes - Hausmannskost gibt es längst als Fertiggericht für die Mikrowelle. Über 100 dieser Tellergerichte schaute sich die Verbraucherzentrale NRW genauer an und fand erschreckend hohe Salzmengen.
Bei Stichproben hat es Eisverkäufer in Nordrhein-Westfalen kalt erwischt: Vier von zehn untersuchten Speiseeisportionen im Becher wiesen in punkto Hygiene oder Qualität erhebliche Mängel auf. Die Kontrolleure stießen auf Keime und Schummelei.
Fleisch wird immer häufiger fertig verpackt in Selbstbedienungstheken verkauft - meist in Packungen mit "Schutzatmosphäre", die den Verbrauchern besondere Sicherheit und Frische suggeriert.
Im Internet läuft`s erheblich anders als im Supermarkt: Die Online-Verkäufer von Lebensmitteln dürfen (noch) auf viele der auf Verpackungen und an Regalen üblichen Angaben verzichten. Wir sagen Ihnen, worauf Sie vor dem Klick in den Warenkorb achten sollten.
Fertig mariniertes Grillfleisch, portioniert in Fertigpackungen – das ist praktisch. Doch wie steht es mit der Qualität. Die Verbraucherzentrale hat sich 31 Proben aus Supermärkten und Discountern genauer angeschaut.
Zu einer Pizzabestellung gehören häufig kleine Brötchen mit Kräuterbutter. So steht es zumindest in der Karten der Lieferdienste und Restaurants. Was da aber als Butter serviert wird, ist oft nur ein Margarinegemisch.
Viele schlampig deklarierte Eier fand die Verbraucherzentrale NRW bei Stichproben. Vor allem bei Angaben zur Haltungsform und beim Erzeugercode auf dem Ei wird oft getrickst, so dass Kunden nicht merken, welche Eier sie kaufen.
Täuschend echt aussehende Schinkenfälschungen, inzwischen auch schon bei Rohschinken, Garnelenimitate oder Kunstkäse - was in manchen Lebensmitteln wirklich steckt, ahnen Verbraucher oft nicht einmal. Wo könnte Ihnen die Fälschung als Original verkauft werden?
Viele Lebensmittelhersteller geizen mit Angaben zum Zucker- und Fettgehalt auf der Verpackung. Das ergab eine bundesweite Untersuchung der Verbraucherzentralen von über 3500 Lebensmitteln von mehr als 50 Herstellern.